Access denied for user 'dbo608312687'@'infongp-de60.clienthosting.eu' (using password: YES) Neues Recht der anwaltlichen Berufsausübungsgesellschaften ab 1.8.2022 (3 Std. § 15 FAO)
Drucken

Neues Recht der anwaltlichen Berufsausübungsgesellschaften ab 1.8.2022 (3 Std. § 15 FAO)

 
Termin: Mittwoch, 29.06.2022 | 12.30 - 15.45 Uhr  
 
Referent:
Dr. Alexander Siegmund, Rechtsanwalt München. Der Referent ist ausgewiesener Kenner des anwaltlichen Berufsrechts. Als Mitglied des Vorstands der Rechtsanwaltskammer München ist er mit der Rechtsanwendung befasst. Im Ausschuss BRAO der Bundesrechtsanwaltskammer wirkt er an Stellungnahmen zu Gesetzgebungsvorhaben mit. Als Kommentator versucht er, die berufsrechtlichen Normen und die dazu ergangene Rechtsprechung verständlich zu machen.
 
 

Informationen zum Online-Seminar:

Seminarinfo Online-Seminar: 3 Std./§ 15 FAO für Handels- und Gesellschaftsrecht.
 
 
Teilnahmebetrag Online-Seminar: 0,00 €, zzgl. USt., inkl. Tagungsunterlagen.  
 
Themenübersicht: Mit dem Gesetz zur Neuregelung des Berufsrechts der anwaltlichen und steuerberatenden Berufsausübungsgesellschaften tritt am 1.8.2022 das neue anwaltliche Sozietätsrecht in Kraft, das für alle anwaltlichen Zusammenschlüsse große Auswirkungen haben wird.

Danach müssen zukünftig (fast) alle Anwaltsgesellschaften zugelassen werden. Lediglich Personengesellschaften, bei denen keine Beschränkung der Haftung der natürlichen Personen vorliegt und denen als Gesellschafter und als Mitglieder der Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane ausschließlich Rechtsanwälte oder besonders anwaltsnahe Berufsträger angehören, ist die Zulassung freigestellt. Mit der Zulassung erhalten alle Sozietäten zukünftig ein eigenes „beA“ (Gesellschaftspostfach).

Das anwaltliche Gesellschaftsrecht wird zukünftig rechtsformneutral ausgestaltet sein. Mit der jüngsten Novellierung des Personengesellschaftsrechts werden somit bspw. auch die Gründung der GmbH & Co KG zulässig. Zudem fallen zahlreiche berufsrechtliche Schranken: Doppelstöckige Gesellschaften werden möglich. Auf Mehrheitserfordernisse in der Geschäftsführung und Gesellschafterstruktur wird verzichtet. Die interprofessionelle Zusammenarbeit wird erleichtert.

Darüber hinaus betreffen zahlreiche Änderungen bspw. die Adressierung von Berufspflichten, die ein eigenes Compliance-Management erforderlich machen. Das Recht der Berufshaftpflichtversicherungen wird angepasst. Auch die nicht zugelassene Anwalts-GbR wird zukünftig einer eigenen Versicherungspflicht unterliegen.

Mit weiteren gesetzlichen Neuerungen wird auch an anderen Stellen in BRAO, RVG und RDG eingegriffen. Bspw. wird das Verbot des Erfolgshonorars eingeschränkt und das Verbot der Interessenkollision wird ausgeweitet. Im Sinne einer Tour d'Horizon werden im Seminar auch diese Änderungen kurz behandelt.