Seminare für Rechts­anwäl­tinnen & Rechts­anwäl­te · Fachgebiet Agrarrecht

Aktuelles Agrarrecht 2022 (15 Std. § 15 FAO)

Freitag und Samstag, 04.02.2022 und 05.02.2022 | jeweils von 9.00 - 17.30 Uhr
Referenten:
Caspar Lücke, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Hannover
Dirk Voß, Richter am OLG Celle, 7. Zivilsenat und Senat für Landwirtschaftssachen
Nicola Ekhtiari, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Agrarrecht, Fachanwältin für Versicherungsrecht und Mediatorin
Dr. Christian Halm, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Agrarrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Agrarmediator, Lehrbeauftragter für Agrarrecht an der Universität Hohenheim, Mitglied des Fachauschusses zur Verleihung des Fachanwalts für Agrarrecht der Rechtsanwaltskammer des Saarlandes, Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Agrarecht im Deutschen Anwaltsverein
Jürgen Reh, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, Ibbenbüren
Informationen zum Präsenzseminar:

Celle | Eigener Seminarraum | Bahnhofstraße 6 A, 29221 Celle

520 € Skript/Print, 500 € Skript/Download., zzgl. USt., inkl. Tagungsgetränke und Verpflegung.

15 Std./§ 15 FAO für Agrarrecht.
Nur komplett zu buchen.
Informationen zum Online-Seminar:

490 €, zzgl. USt., inkl. Tagungsunterlagen.

15 Std./§ 15 FAO für Agrarrecht.
Einzeltagsbuchungen sind möglich.
Allgemeine Informationen zum Seminar:

Schlüsselrisiken bei der Geschäftsführung und Vertretung in landwirtschaftlichen Unter-nehmen mit wichtigen Hinweisen für die anwaltliche Praxis (Lücke, 04.02.22, 9.00 – 13.00 Uhr)
Anspruchsgrundlagen zur Haftung des Vorstands und des Aufsichtsrats bei
- eingetragenem Verein
- wirtschaftlichem Verein
- Genossenschaft
- GmbH

Persönlichen Interessen des Organmitglieds vs. organschaftliche Pflichten
- Interessenkollision
- Verschwiegenheitspflicht

Anspruchsvoraussetzungen
- Pflichtverletzung
- Verschulden/Business Judgement Rule
- Beweislast

"Privilegierung" des Ehrenamtes/Haftungserleichterungen bei
- eingetragenem Verein gemäß § 31a Abs. 1 BGB
- Genossenschaft gemäß § 34 Abs. 2 GenG

Aktuelle Rechtsprechung
- Urteil des KG Berlin vom 15. Oktober 2020
- Urteil des BGH vom 7. Mai 2019
- Urteil des BGH vom 10. Juli 2018
- Urteil des BGH vom 19. März 2013 (mit Exkurs zum Thema ontokorrentgutgaben/"stehen gelassene Gelder"/Nachrangdarlehen)

Aktuelle Rechtsprechung des OLG´s und des BGH im Höfe-, Landpacht- und Grundstücksverkehrs-recht sowie Verfahrensrecht (Voß, 04.02.22, 13.30 – 17.30 Uhr)
I. Landwirtschaftliches Erbrecht
- Abfindungsanspruch nach §§ 12, 17 HöfeO
II. Landpacht
1. Auswirkung der formnichtigen Vereinbarung eines Vorkaufsrechts auf weitere Vertragsvereinbarungen; konkludente Kündigung eine Vorpachtrechts
2. Landpachtvertrag mit einer GbR: Schriftformerfordernis nicht erfüllt
3. Anspruch auf Rückübertragung von EU-Zahlungsansprüchen nach Beendigung des Pachtverhältnisses
III. Gründstücksverkehrsrecht
1. Genehmigung der Veräußerung von landwirtschaftlichen Grundstücken
2. Hierzu ergänzend: Genehmigung der Veräußerung von landwirtschaftlichen Grundstücken an einen Na-turschutzverband
3. Weiter ergänzend: Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks durch eine öffentlich rechtliche Gebietskörperschaft it dem Ziel, auf dem Grundstück ein Naturschutzprojekt umzusetzen
4. Genehmigung eines Grundstückkaufvertrages nach dem GrdstVG, Landwirtseigenschaft eines landwirt-schaftlichen Lohnunternehmers
5. Genehmigungsfreiheit, wenn Bund oder Land als Vertragsteil an der Veräußerung beteiligt ist.
IV. Verfahrensrecht Landwirtschaftsverfahren
1. Zulässigkeit der Beschwerde gegen Feststellungsbeschlüsse nach § 352e FamFG im Bundesland Niedersachsen
2. Beschwerde des Landwirtschaftsgerichts gegen die Ablehnung des Grundbuchamtes einen Hofzugehörigkeitsvermerk in das Grundbuch einzutragen
3. Nachfolgend: Rechtsbeschwerde gegen die Ablehnung des Grundbuchamtes einen Hofzugehörigkeitsvermerk in das Grundbuch einzutragen
4. Beratung des Landwirtschaftssenats per Telefon- oder Videokonferenz

Getreide- und Kartoffelgeschäft (Ekhtiari u. Dr. Halm, 05.02.22, 9.00 – 13.00 Uhr)
Teil 1: Getreidekontrakte und die Einheitsbedingungen im Deutschen Getreidehandel (Ekhtiari)
Teil 2: Kartoffelkontrakte und die Berliner Vereinbarungen (Dr. Halm)
In dem Hybrid-Seminar stellen Rechtsanwältin Ekhtiari und Rechtsanwalt Dr. Halm gemeinsam die Grundzüge des Getreide- und Kartoffelhandels und die wichtigsten Reglungen anhand von Fallbeispielen vor. Getreide- und Kartoffelkontrakte haben in einer Vielzahl von Fällen ihre eigenen Regeln: die Einheitsbedingungen im Deutschen Getreidehandel und die Berliner Vereinbarungen sind fast immer Bestandteil der Verträge. Diese unterliegen dann einer eigenen Schiedsgerichtsbarkeit, deren Grundregeln ebenfalls vorgestellt werden. Die beiden Regelwerke beinhalten kurze Fristen und eine Vielzahl von speziellen Regelungen, so dass die Bearbeitung dieser Fälle zahlreiche Haftungsfallen birgt.

Grundlagen des Jagdrechts mit dem Schwerpunkt Wildschaden und Jagdpachtrecht (Reh, 05.02.22, 13.30 – 17.30 Uhr)
Der Seminarteil ist dazu gedacht, praxisorientiertes jagdrechtliches Grundlagenwissen zur Beratung und Betreuung von Mandanten aus der Land- und Forstwirtschaft und der Jägerschaft zu vermitteln. Typische Konfliktlagen werden vorgestellt und es wird aufgezeigt, wie diese rechtssicher und ökonomisch bearbeitet werden können. Schwerpunkte bilden dabei das Wildschadens- und das Jagdpachtrecht. In Wildschadensangelegenheiten muss der Anwalt die speziellen formellen Anforderungen für das Vorverfahren und das gerichtliche Nachverfahren ebenso sicher beherrschen, wie die materiellen Anspruchsvoraussetzungen unter Berücksichtigung der Rechtsprechung. Melde- und Notfristen sind dabei zwingend einzuhalten. Denn deren Nichtbeachtung kann schon nach kurzer Zeit zum vollständigen Ausschluss der Ansprüche führen. Auch im Jagdpachtrecht hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. So haben etwa die an Jagdpachtverträge zu stellenden Formanforderungen durch Entwicklungen in der Rechtsprechung deutlich zugenommen. Häufig geht es in der anwaltlichen Beratung um die Wirksamkeit von Jagdpachtverträgen, weil Pächter oder Verpächter aus dem Vertrag vorzeitig heraus wollen. Im Agrarrecht tätige Kolleginnen und Kollegen müssen zudem in der Lage sein, selbst einen wirksamen Jagdpachtvertrag aufzusetzen. Das hierzu erfor-derliche Rüstzeug wird aus der Perspektive der Praxis im Seminar vermittelt.

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