Seminare für Rechts­anwäl­tinnen & Rechts­anwäl­te · Fachgebiet Insolvenzrecht

Aktuelles Insolvenzrecht (10 Std. § 15 FAO)

Freitag und Samstag, 20.05.2022 und 21.05.2022 | Freitag, 12.30-18.00 Uhr, Samstag 9.00-14.45 Uhr
Referenten:
Dr. Andreas Schmidt, Richter am Insolvenzgericht und beim Restrukturierungsgericht Hamburg, ist Herausgeber des in 9. Auflage erschienenen „Hamburger Kommentars zum Insolvenzrecht“ sowie Herausgeber des neuen „Hamburger Kommentars zum Restrukturierungsrecht“, außerdem verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „ZVI – Zeitschrift für Verbraucher- und Privat-Insolvenzrecht“.
Dr. Klaus-Peter Busch, Richter am Insolvenzgericht Detmold a.D.
Informationen zum Präsenzseminar:

Wildeshausen | Gut Altona | Wildeshauser Straße 34, 27801 Dötlingen-Altona

410 € Skript/Print, 390 € Skript/Download,zzgl. Ust., inkl. Tagungsgetränken und Verpflegung.

10 Std./§ 15 FAO für Insolvenzrecht.

Allgemeine Informationen zum Seminar:

Das „neue“ Insolvenzrecht in der Praxis (Dr. Schmidt, 20.05.2022)

Zahlreiche Neuerungen prägen das Insolvenzrecht – von den Insolvenzgründen über die neue Geschäftsleiterhaftung (§15b InsO) bis zum COVInsAG. Aber das ist noch nichts alles: Auch im Bereich der Privatinsolvenz ist der Gesetzgeber tätig geworden. Das Seminar verschafft einen fundierten Überblick über aktuelle Fragen und liefert wertvolle Praxistipps.

I. Insolvenzreifeprüfung und Insolvenzgründe: Die neuen §§ 17 ff InsO / Der neue § 15a InsO
II. Geschäftsleiterhaftung, § 15b InsO: § 15b und § 64 GmbHG aF / Übergangsrecht / Haftungsumfang / Umgang mit Steuern und SVT-Beiträgen
III. COVInsAG: Aussetzung der Antragspflichten / Einschränkungen bei der Insolvenzanfechtung und der Geschäftsleiterhaftung
IV. Privatinsolvenz: Reform 2020 / Aktuelle Entwicklungen

Die Insolvenz natürlicher Personen – Unternehmer und Verbraucher - Weitere Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens – Versagungsanträge (Dr. Busch, 21.05.22)

Das Gesetz zur weiteren Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens vom 22.12.2020 ist mit Wirkung vom 1. Oktober 2020 in Kraft. Mit diesem Gesetz sind die Vorgaben der europäischen Restrukturierungs- und Insolvenzrichtlinie (EU2019/1023) umgesetzt und insbesondere das Restschuldbefreiungsverfahrens in wesentlichen Teilen umgestaltet worden.

Die Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens von bisher sechs auf drei Jahre sorgt dafür, dass Betroffene schneller wieder aktiv am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Allen natürlichen Personen, egal, ob Unternehmer oder Verbraucher, wird so ein schnellerer Neuanfang ermöglicht.

Die Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens auf drei Jahre gilt rückwirkend auch für alle Insolvenzverfahren, die ab dem 1. Oktober 2020 beantragt wurden. Für Insolvenzverfahren, die im Zeitraum vom 17. Dezember 2019 bis einschließlich 30. September 2020 beantragt wurden, wurde das derzeit sechsjährige Verfahren monatsweise verkürzt.

Anders als bislang wird es künftig für eine Restschuldbefreiung nach drei Jahren nicht mehr erforderlich sein, dass Schuldner ihre Verbindlichkeiten in einer bestimmten Höhe tilgen. Allerdings müssen Schuldner auch weiterhin bestimmten Pflichten und Obliegenheiten nachkommen, um eine Restschuldbefreiung erlangen zu können, z.B. müssen sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder sich um eine solche bemühen. Darüber hinaus werden Schuldner in der sog. Wohlverhaltensphase stärker zur Herausgabe von erlangtem Vermögen herangezogen. Außerdem wurde ein neuer Grund zur Versagung der Restschuldbefreiung geschaffen, wenn in der Wohlverhaltensphase unangemessene Verbindlichkeiten begründet werden.

Der Referent wird unter Berücksichtigung der neuen Gesetzeslage das Insolvenzerfahren über das Vermögen natürlicher Personen darstellen und in Beispielsfällen insbesondere die Gläubigerrechte bei der Versagung der Restschuldbefreiung wegen Fehlverhaltens des Schuldners berücksichtigen. Auch wird der Referent typische Fehler aufzeigen, die in der insolvenzrechtlichen Praxis oft zur Unzulässigkeit des Versagungsantrags führen.

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