Seminare für Rechts­anwäl­tinnen & Rechts­anwäl­te · Fachgebiet Arbeitsrecht

Arbeitsrecht zum Jahresende (10 Std. § 15 FAO)

Donnerstag und Freitag, 01.12.2022 und 02.12.2022 | Donnerstag, 12.30 - 18.00 Uhr, Freitag, 9.00 - 14.45 Uhr
Referenten:
Dr. Axel von der Straten, Stellvertr. Direktor des Arbeitsgerichts Hannover
Dr. Ina Hartwig, Vizepräsidentin des Landesarbeitsgerichts
Prof. Dr. Peter Schrader, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Hannover
Maike Mahler, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Hannover
Irene Taut, Fachanwältin für Arbeitsrecht, Hannover
Dr. René Teubert, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Hannover

Informationen zum Präsenzseminar:

Hannover | Hotel Plaza Hannover | Fernroder Straße 9, 30161 Hannover

410 € Skript/Print, 390 € Skript/Download, zzgl. USt. inkl. Tagungsgetränken und Verpflegung.

10 Std./§ 15 FAO für Arbeitsrecht.
Auch Einzeltagsbuchung möglich!
Allgemeine Informationen zum Seminar:

Überblick über Entwicklungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung seit Ende 2021
(Herr Dr. v.d. Straten, 01.12.22, 12.30-14.30 Uhr)
Der Vortrag gibt einen Abriss über wesentliche legislatorische Neuerungen im Arbeits- und Sozialversicherungsrecht und ggf. auch des EU-Rechts und gibt einen Überblick über die Rechtsprechung des BAG und der LAGs in vielen der den arbeitsrechtlichen Alltag prägenden Themenbereiche wie Kündigungsschutz, Befristung, Aufhebungsvertrag, Entgelt, Sonderzahlungen etc

Rund um die verhaltensbedingte Kündigung – Taktik und Fehlerquellen
(Frau Dr. Hartwig, 01.12.22, 14.45 – 18.00 Uhr)
Die verhaltensbedingte Kündigung kann hohe Anforderungen an die Darlegungs- und Beweislast im Kündigungsschutzprozess stellen. Hierzu stellen sich auch bereits im Vorfeld der Kündigung zahlreiche Fragen. Welche Sachverhalte rechtfertigen eine verhaltensbedingte Kündigung? Welche Rolle spielt die Abmahnung? Welche Faktoren beeinflussen die Interessenabwägung? Wann beginnt die Kündigungserklärungsfrist zu laufen? Welche Anforderungen sind an die Betriebsratsanhörung zu stellen u.a.? Zudem spielen „neben“ der Kündigung häufig andere Streitgegenstände eine Rolle im arbeitsgerichtlichen Prozess und dessen Vorbereitung, wie z. B. (Weiter-) Beschäftigungsansprüche, Annahmeverzugsvergütung, Abschluss von Aufhebungsverträgen. Alle Problemkreise werden anhand aktueller Rechtsprechung vorgestellt und diskutiert.

Der Auflösungsantrag: Chancen und Risiken
(Herr Prof. Dr. Schrader, 02.12.22, 9.00 -14.45 Uhr)
Der Auflösungsantrag ist ein unterschätztes rechtliches Instrument in arbeitsgerichtlichen Bestandsverfahren. Im Vortrag werden Fallkonstellationen, Rechtsprechung, Chancen und Möglichkeiten dargestellt. Der Referent wird ebenfalls deutlich machen, dass unter Berücksichtigung historischer Gesichtspunkte die Maßstäbe des Bundesarbeitsgerichtes an die Begründung eines Auflösungsantrages zu hoch angelegt sind.

Corona: Verletzung der Nachweispflicht (Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse) - arbeitsrechtliche und strafrechtliche Folgen
(Frau Mahler, 02.12.22)
Bis zum 19.03.2022 ergab sich die 3G-Nachweispflicht aus § 28 b Abs. 1 IfSG. Auch nach Ende der Gültigkeit dieser Norm kann der Verstoß gegen eine vom Arbeitgeber auferlegte Nachweispflicht Folgen nach sich ziehen. Der Beitrag wird aufzeigen, welche Pflichtverstöße in Betracht kommen (Rücksichtnahmepflicht, Arbeitsschutz, Weisung des Arbeitgebers), welche Konsequenzen denkbar sind (Abmahnung, Tatkündigung, Verdachtskündigung) und welche Ansprüche sich ergeben können (Schadensersatzansprüche des Arbeitgebers, Vergütungsansprüche des Arbeitnehmers). Darüber hinaus ist mit der Gesetzesänderung zum 24.11.2021 eine Verschärfung der Straftatbestände zum Ausstellen/Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse eingeführt worden, deren Relevanz für die kündigungsrechtliche Beurteilung einer Pflichtverletzung dargestellt wird.

Änderungsmöglichkeit individualrechtlicher Arbeitnehmeransprüche mittels Betriebsvereinbarung
(Dr. Teubert, 02.12.22)
An einzelvertraglichen Ansprüchen von Arbeitnehmern - ob aus dem Arbeitsvertrag, einer betrieblichen Übung oder auch einer Gesamtzusage des Arbeitgebers - kann individualrechtlich nur schwer gerüttelt werden. Dem in der betrieblichen Praxis im Verlauf eines langjährigen Arbeitsverhältnisses nicht selten entstehenden Bedürfnis nach einer Änderung kann entweder nur einvernehmlich oder mithilfe der höchst problematischen Änderungskündigung begegnet werden. Hier kann die Betriebsvereinbarung ein Einfallstor bilden, durch das Arbeitgeber und Betriebsrat kollektivrechtlich Arbeitnehmeransprüche beseitigen oder abändern. Der Vortrag setzt sich mit den Voraussetzungen und Grenzen dieses Instruments, der nicht unproblematischen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zur Betriebsvereinbarungsoffenheit und nicht zuletzt der Verantwortung der Betriebsparteien auseinander.

Einstweiliger Rechtsschutz
(Frau Taut, 02.12.22)
Eilverfahren sind selten und bringen daher viele Unsicherheiten mit sich. Der Vortrag setzt sich mit materiell-rechtlichen und prozessualen Grundlagen auseinander, wie dem Verfügungsanspruch, dem Verfügungsgrund (hier werden besondere Probleme rund um die Eilbedürftigkeit angesprochen) und der Glaubhaftmachung (Gegenstand und Mittel). Schließlich werden konkrete Antragstellungen und die drei wichtigsten Praxisfälle aus dem einstweiligen Rechtschutz thematisiert.


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