Familienrecht + Schnittstellen

Donnerstag 18.06.2026 (12:30 - 18:00 Uhr)
Freitag 19.06.2026 (12:30 - 18:00 Uhr)

Seminarart: Online | Seminardauer: 10,00 h (nach §15 FAO)

Fachgebiet: Familienrecht

Allgemeine Informationen zum Seminar:

Der Fikus – Schnittstellen von Familien- und Steuerrecht (18.06.26, 12:30-18:00 Cornelia Herrmann)

In der familienrechtlichen Praxis ist das Steuerrecht kein Randthema. Es gewinnt bei jeder  familiären Vereinbarung an Bedeutung, die von den gesetzlichen Normen abweicht.  So ist das Finanzamt „mit am Tisch“ bei vorsorgenden Eheverträge und bei Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarungen um  Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich, also bei jeder finanziellen Auseinandersetzung unter Ehegatten,  unabhängig davon, ob die Beteiligten das mitbedenken oder nicht.

Gerade Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte im Familienrecht bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld: Einerseits besteht die Pflicht, steuerliche Risiken zu erkennen und Mandantinnen und Mandanten vor nachteiligen Folgen zu bewahren; andererseits eröffnet das Steuerrecht erhebliche Gestaltungsspielräume, die rechtssicher genutzt werden können – und müssen. Zwischen legitimer Steueroptimierung und ungewollten Steuerfallen entscheidet häufig nicht das materielle Familienrecht, sondern der steuerliche Blick auf denselben Sachverhalt.

Aus dem Blickwinkel des Steuerrechts werden Unterhalt, Versorgungsausgleich, Zugewinn, Vermögensauseinandersetzung und ehevertragliche Vereinbarungen betrachtet.

Gliederung

I.        Die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen

1.      Normen und Richtlinien

2.      Ermittlung der persönlichen Steuerpflicht

3.      Von Einnahmen, Einkünften und zu versteuerndem Einkommen

4.      Steuerabzug vom Arbeitslohn – Die Steuerklassen

5.      Einkommensteuertarife und Sondertarife

6.      Veräußerungsgewinne

7.      Unternehmenssteuerliche Grundlagen

II.      Steuerliche Aspekte beim Unterhalt

1.      Steuerklassenwahl

2.      Steuerklassenänderung

3.      Veranlagung von Ehegatten

a)      Vor- und Nachteile der Einzel- und Zusammenveranlagung

b)      Steuervorauszahlungen

c)      Pflicht zur Zusammenveranlagung und ihre Durchsetzung

d)      Aufteilung von Steuererstattung und –nachzahlung

e)      Schwarzgeld und Anschwärzung

4.      Einzelveranlagung

a)      Steuerliches Realsplitting

b)      Übertragung von Kinderfreibeträgen

III.    Verträge mit nahen Angehörigen

IV.   Einkommen aus selbständiger Tätigkeit

1.      Einkommenssteuervorauszahlungen

2.      Aufwendungen für Krankenversicherungen, Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit

3.      Ehegattenarbeitsverhältnis

4.      Schwarzgeld und Anschwärzung

V.     Die gemeinsame steuerliche Veranlagung

1.      Anspruch auf Zustimmung zur gemeinsamen steuerlichen Veranlagung

2.      Aufteilung von Steuererstattung und Steuernachzahlung

VI.   Die Einzelveranlagung

1.      Anspruch auf Steuerklasse II

2.      Steuerliches Realsplitting

3.      Übertragung des Kindefreibetrages

VII. Verträge mit nahen Angehörigen

1.      § 42 AO Missbrauch rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten

2.      Drei-Säulen-Prüfung

3.      Ehegattenarbeitsverhältnis

4.      Arbeitsverhältnis zwischen Eltern und Kindern

5.      Übertragung von Einkunftsquellen – Stille Beteiligung

6.      Mietverhältnis

7.      Darlehnsverträge

VIII.          Die großen Unbekannten bei ehevertraglichen Vereinbarungen

1.      Grunderwerbssteuer

2.      Schenkungssteuer

3.      Das Familienheim steuerfrei übertragen

4.      Steuerfreiheit beim Zugewinnausgleich  

5.      Private Veräußerungsgeschäfte

6.      Güterstandsschaukel

7.      Pauschalabfindung und Bedarfsabfindung

IX.      Altersvorsorge und Versorgungsausgleich


Ich kann (oder will) nicht arbeiten – Was Unterhaltsrecht, Sozialrecht und die Psychiatrie dazu sagen (19.06.26 09:00-14:30 Dr. Gudrun Doering-Striening und Prof. Claudia Böwering-Möllenkamp)

  • Probleme des Unterhaltsberechtigten in der Beweisführung
  • Krankheitsunterhalt
  • Voraussetzungen und (un-) geeignete Beweismittel
  • Anforderungen an den Nachweis psychischer Störungen
  • Gutachterliche Anforderungen an den Nachweis postulierter Leistungseinschränkungen
  • Validität/Qualitätskriterien und Auswertung eines psychiatrischen Gutachtens

Referent / Referentin

Cornelia Herrmann
Fachanwältin für Familienrecht, Bochum

Dr. Gudrun Doering-Striening
Fachanwältin für Familienrecht und Sozialrecht

Claudia Böwering-Möllenkamp
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Sie ist Honorarprofessorin der Universität Duisburg-Essen und Lehrbeauftragte am Institut für Sozialpolitik und Soziale Arbeit; Fach Sozialmedizin und außerdem zertifizierte medizinische Sachverständige


Informationen zum Online-Seminar:

Gebühr: 450,00 € (zzgl. MwSt.)

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Familienrecht + Schnittstellen

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