Familienrecht zum Jahresanfang 2027

Mittwoch 03.03.2027 (12:30 - 18:00 Uhr)
Donnerstag 04.03.2027 (12:30 - 18:00 Uhr)
Freitag 05.03.2027 (09:00 - 14:30 Uhr)

Seminarart: Online | Seminardauer: 15,00 h (nach §15 FAO)

Fachgebiet: Familienrecht

Allgemeine Informationen zum Seminar:

Die Auslegung von Eheverträgen und anderen familienrechtlichen Vereinbarungen (03.03.27, 12:30-14:30 Dr. Alexander Schwonberg)Seminarbeschreibung folgt.

Risiken bei der Schaffung von Unterhaltstiteln (03.03.27, 14:45-18:00 Agmal Hoyani)

Das Seminar zeigt Risiken auf, die bei der Schaffung von Unterhaltstiteln bestehen und zeigt Wege, um Abänderungsmöglichkeiten offen zu halten – auch um eine etwaige Haftung zu vermeiden. Thematisiert werden sowohl die Grundlagen gerichtlicher Vergleiche als auch die Voraussetzungen für ein Abänderungsverfahren. Die Besonderheiten befristeter Unterhaltsvergleiche und Titeln über Kindesunterhalt nach Volljährigkeit werden ebenso erläutert wie die nur teilweise titulierter Unterhaltsansprüche.

Schnittstellenrechtsprechung und Fallbeispiele (04.03.27, 12:30-14:30 Dr. Alexandra Reichel)

Im Schnittstellenbereich zwischen Familienrecht und Sozialleistungsrecht stellen übergegangene Unterhaltsansprüche eine besondere Herausforderung dar. Nicht selten zahlt ein Elternteil keinen oder nur unregelmäßig Kindesunterhalt, sodass staatliche Leistungsträger eingreifen, um das Existenzminimum des Kindes zu sichern. In diesen Fällen gehen die Unterhaltsansprüche auf den Staat über – mit weitreichenden rechtlichen und praktischen Konsequenzen für die anwaltliche Fallbearbeitung.

Die Veranstaltung „Schnittstellenrechtsprechung und Fallbeispiele“ widmet sich den rechtlichen Grundlagen sowie den damit verbundenen Wertungsfragen rund um den Anspruchsübergang auf Sozialleistungsträger. Im Fokus stehen insbesondere die komplexen Wechselwirkungen zwischen dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG), dem SGB II, dem SGB XII und dem Familienrecht.

Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen der Rechtsprechung an den Schnittstellen von Unterhaltsrecht und Sozialleistungsrecht. Anhand praxisnaher Fallbeispiele werden typische Konstellationen beleuchtet, etwa die Anrechnung von Unterhaltsansprüchen, der Übergang von Ansprüchen auf Leistungsträger oder die Wechselwirkungen zwischen familiengerichtlichen Entscheidungen und sozialrechtlichen Vorgaben.

Es werden bestehende Wertungswidersprüche zwischen den verschiedenen Leistungssystemen herausgearbeitet und deren Auswirkungen auf die anwaltliche Praxis aufgezeigt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis der unterschiedlichen Perspektiven und Zielsetzungen der beteiligten Systeme – eine wesentliche Voraussetzung für eine rechtssichere und strategisch kluge Fallbearbeitung.

Ziel des Vortrags ist es, rechtliche Handlungsmöglichkeiten in komplexen Mehrrechtsverhältnissen zu erkennen, sicher zu nutzen und Verfahren im Interesse der Mandantschaft effizient zu gestalten. 

Gutachten -Vorbereiten, Fehlerquellen erkennen & Gutachten erfolgreich angreifen (04.03.27, 14:45-18:00 Jeanette Goslar)

  • Probleme der Begutachtung aus Sicht der Gehirnforschung
  • Amygdala - oder die Angst vor dem Scheitern 
  • Vorbereitung auf die Begutachtung – Wie unterstützen Sie effektiv,
  • ohne in die Gefahr der Manipulation zu geraten
  • Fehlerquellen erkennen, aufdecken & nutzen
  • Gutachten erfolgreich angreifen – Strategien mit dem Unbewussten
  • Sinn und Unsinn von Gutachten aus Sicht der Hirnforschung 

Die Ehewohnung (05.03.27, 09:00-11:00 Dr. h.c. Edith Kindermann)

Die Ehewohnung ist für viele der Inbegriff des gemeinsamen Lebens. Nach einer Trennung und Scheidung sind verschiedenste Regelungen zu treffen, auf die der Gesetzgeber auch mit unterschiedlichen Regelungen für die Zeit der Trennung und nach einer rechtskräftigen Scheidung reagiert hat. Mit den aktuell beschlossenen sowie angedachten Gesetzesänderungen zu Regelungen in Fällen häuslicher Gewalt kommen weitere Aspekte hinzu. Schließlich kann die Übernahme des Mietverhältnisses nach einer rechtskräftigen Ehescheidung in Zeiten stark steigender Mieten von Interesse sein, so dass der dinglichen Regelung des § 1568a BGB grössere Bedeutung zukommt.

Im Seminar werden u.a. behandelt:

-       Definition der Ehewohnung (räumlich, zeitlich)

-       Während der Trennungszeit

o   Nutzungsrechte (u.a. Überlassung – auch bei Kindern im Haushalt, in Fällen häuslicher Gewalt; Aufgabe der Nutzung, Mitwirkung an der Beendigung eines Mietvertrages)

o   Nutzungsentschädigungansprüche (u.a. Verhältnis zum Unterhalt und zu Finanzierungsaufwendungen)

o   Verfahrensrechtliche Durchsetzung

-       Nach einer rechtskräftigen Scheidung

o   Begründung oder Übernahme eines Miet- oder Nutzungsverhältnisses nach § 1568a BGB einschließlich aktueller BGH-Entscheidung zur Verfahrensart

o   Neuregelung der Verwaltung und Nutzungsentschädigung

o   Bewertung und Berücksichtigung der Nutzungsmöglichkeit und Kostenregelung beim Ehegatten- und Kindesunterhalt

o   Beteiligte eines Verfahrens nach § 1568a BGB, wenn die Ehewohnung im Vermögen einer Außen-GbR der Ehegatten steht

o   Verfahrensrechtliche Durchsetzung

-       Abwehr von Störungen durch Dritte

-       Vereinbarungen über die zeitlich begrenzte Aufrechterhaltung des Eigentums

-       Anwaltsvergütung (Auftragsinhalte, Angelegenheiten, Gegenstandswerte)

Zwangsvollstreckung wegen Unterhaltsansprüchen - für Praktiker vom Praktiker! (05.03.27, 11:15-14:30 Stefan Geiselmann)

 Die Zwangsvollstreckung wegen Unterhaltsansprüchen in

-          Arbeitseinkommen

-          Bankkonten und

-          Gefangenengelder

wird in diesem Seminarteil anhand des aktuellen neuen! Formulars behandelt.

Dazu gibt es,  Verbesserungsvorschläge, praktische Tipps und aktuelle Rechtsprechung zu den Themen

      -          PKH in der Zwangsvollstreckung

-          Konkrete Berechnung des pfändbaren Betrages

-          Hinweise und Tipps für die allgemeine Zwangsvollstreckung


Referent / Referentin

Dr. Alexander Schwonberg
Vors. Richter am OLG Celle,

Agmal Hofyani
Richter am Amtsgericht Lüneburg, dort am Familiengericht und in der Mediationsabteilung tätig,

Dr. Alexandra Reichel
Richterin am Amtsgericht Hamburg

Jeanette Goslar
Diplom Kriminologin, Systemische Therapeutin (SG), Master of cognitive Neuroscience (AON)

Dr. h.c. Edith Kindermann
Fachanwältin für Familienrecht

Stefan Geiselmann
Dipl.-Rechtspfleger. AG Ulm


Informationen zum Online-Seminar:

Gebühr: 520,00 € (zzgl. MwSt.)

Detailseite als PDF Datei

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Familienrecht zum Jahresanfang 2027

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